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Montag, 04. Oktober 2008
Murat und Tigi verlassen uns viel zu früh
Die Woche vom 15.09-19.09.08 war eine der schwersten seit langem in unserer Auffangstation in Ricketwil. Wir mussten zwei Katzen einschläfern, die als gesund abgegeben wurden. Tigi kam Mitte August zu uns, weil sie immer wieder in die Wohnung urinierte. Das Problem liess sich mit tierpsychologischer Hilfe nicht in den Griff kriegen und der Tierarzt konnte angeblich auch keine gesundheitlichen Probleme feststellen. Schon kurz nach dem Tigi bei uns war merkten wir, dass etwas mit ihr nicht stimmte . Wir liessen ein Blutbild machen. Das Ergebnis war ernüchternd: Sie hatte schwere Veränderungen an den Nieren. Die Tierärztin riet, solange Tigi noch fresse, mit speziellem Nierenfutter zu füttern. Für Tabletten sei es schon zu spät. Tigi musste am 16.09.08 eingeschläfert werden. Murat hatte auch nicht mehr Glück. Schon bei seiner Ankunft sahen wir, dass er nicht gesund war. Die Tierärzte bestätigten unseren Verdacht. Murat war Diabetiker. Die meisten Katzen können gut mit dem Spezialfutter und einer auf sie abgestimmte Menge Insulin, die einmal täglich gespritzt wird, leben. Nur, Murat’s Zuckerspiegel liess nicht auf eine bestimmte Dosis Insulin einpendeln. Das tägliche Blut nehmen und Spritzen stresste ihn immer mehr. Jeden Tag ging es ihm schlechter. Schweren Herzens mussten wir Murat am 18.09.08 erlösen. Auch für uns hartgesottene Tierpfleger ist eine solche Woche schwer zu verdauen. Darum bitten wir Sie; gehen Sie zum Tierarzt, wenn Ihr Tier Veränderungen im Verhalten oder beim Fressen zeigt. Lassen Sie bei älteren Tieren auch mal ein Blutbild machen. Auch wenn es etwas mehr kostet als eine normale Konsultation. Dies kann, vor allem bei Katzen, zum Beispiel Nierenprobleme frühzeitig anzeigen. Dann erleidet Ihr Tier nicht das gleiche Schicksal wie Tigi oder Murat.
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