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Donnerstag, 03. Dezember 2009
Ein wirklich armer Tropf
Ein armer roter Kater ist am Freitag den 27.11.09 einer Dame zugelaufen. Erschrocken über den Zustand des Katers, rief die Dame uns an und fragte ob wir ihn aufnehmen können. Da gerade noch eine Quarantänebox frei war, konnten wir zusagen. Erleichtert brachte die nette Dame Ringo (so taufte sie den Kater) in die Auffangstation. Als wir Tierpfleger den armen Ringo sahen, ahnten wir schlimmes. Der Kater war mager, hatte anzeichen eines Schnupfens, war am Hinterteil ganz verklebt mit Kot und hatte wahnsinnigen Hunger. Als wir ihn entwurmen wollten, sahen wir, dass er fast keine Zähne mehr hatte und bemerkten, dass er erbärmlich zum Mund heraus stank. Über das Wochenende und am Montag wikelte Ringo uns ganz schön um den Finger. Er schmuste mit jedem, der die Quarantänebox auf machte und sah uns wehmütig an, wenn wir diese wieder schlossen. Am Dienstagmorgen ging es dann zur Tierärztin. Die erste oberflächliche Untersuchung ergab: Schnupfen, fehlende Zähne, die Zähne die noch vorhanden waren, hatten stark Zahnstein, das Zahnfleisch war schon sehr entzündet, die Ohren waren stark verschmutzt und mit Parasiten befallen und die Tierärztin hörte deutliche Herzgeräusche. Trotzallem liessen wir Blut nehmen. Vielleicht war er ja nur äusserlich "etwas" angeschlagen. Leider verrieten uns die Blutwerte, dass Ringo schon eine stark geschädigte Niere und Schliddrüse hatte. Ringo konnte nur noch erlöst werden, da jeder Tag den er weiter gelebt hätte, für ihn nur noch eine Qual gewesen wäre. Zum Glück hat die Finderin so gut reagiert, so konnte Ringo in Würde gehen und starb nicht irgendwo alleine in der Kälte.
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